Wie kann man Anlagen mit selbst genutztem PV Strom (Eigenverbrauch) in PV*SOL Pro bzw. PV*SOL Expert berechnen?

Dieses Modell kann man mit dem Konzept der Überschusseinspeisung berechnen. Dazu müssen Sie wie folgt vorgehen:

- Wählen Sie für das neue Projekt das Konzept "Überschusseinspeisung".

- Definieren Sie die PV Anlage samt Verbrauch bzw. Verbraucher.

- Definieren Sie unter "Bibliotheken" – "Bezugstarif" – "Arbeitspreis" den Tarif, zu dem der Anlagenbetreiber Strom vom EVU bezieht (z.B. 19 Cent). Bitte belassen Sie unter Preisänderungsfaktor den Wert 1,0. Dieser Faktor hat nicht die Bedeutung einer Preissteigerungsrate. Geben Sie den entsprechenden Preis sowohl bei HT (Hochtarif) als auch unter NT (Niedertarif) ein und speichern Sie die Daten unter einem neuen Tarifnamen und in einer eigenen Tarifdatei ab.

- Wählen Sie unter "Randbedingungen" – "Tarife" – "Bezugstarif" den neu angelegten Bezugstarif aus.

- Simulieren Sie Ihre Anlage und starten Sie die Wirtschaftlichkeitsberechnung.

- In den neueren Programmversionen ab PV*SOL Pro 5.5 und PV*SOL Expert 5.5 gibt es noch eine alternative Vorgehensweise. Hier können Sie den angelegten Bezugstarif auch in der Wirtschaftlichkeitsberechnung auswählen. Bei einem Tarif ohne Hoch- und Niedertarif können Sie den Bezugspreis hier auch direkt eintragen.

- Die durchschnittliche Preissteigerung des Stromtarifes kann im Dialog „Kostenbilanz“ unter „Einsparungen im ersten Jahr“ über den Preisänderungsfaktor berücksichtigt werden.

Sollten Sie in Ihrem Projekt die Leistungsabnahme der Anlage durch Alterung (Degradation) mit berücksichtigen, so wird dieser Effekt sowohl bei der zu erzielenden Einspeisevergütung als auch bei den Einsparungen Strombezug gleichermaßen angerechnet.

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